Stadttheater Meran

Das Stadttheater wurde direkt an das Kurhaus angebaut und bietet die auch optisch perfekte kulturelle Bereicherung für Meran.

Das Stadttheater Meran wurde im Jahr 1900 im Laufe von nur 14 Monaten erbaut. Der Bau weist klassizistische Elemente und Ornamente aus der Zeit des Jugendstils auf. Auch die Innenräume sind im schönsten Jugendstil gehalten und ein ausgenommen attraktiver Rahmen für Theateraufführungen und Konzerte: Der Münchner Architekt Martin Dülfer war für die Pläne verantwortlich. Am 01.12.1900 wurde das Gebäude schließlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Zu Beginn besaß das Stadttheater ein eigenes Ensemble, das bis zu 250 Aufführungen im Jahr darbot und für seine hochwertigen Konzerte bekannt war. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde das Ensemble entlassen, es wurden nur noch Darsteller und Musiker von außen engagiert. Das Theater wurde in dieser Zeit nach dem Komponisten Giacomo Puccini benannt. Die Aufführungen selbst fanden in deutscher oder italienischer Sprache statt. Da das Geld für die Renovierung fehlte und zudem der 2. Weltkrieg drohte, wurde das Stadttheater Meran eine Zeit lang in ein Kino umfunktioniert.

In den Jahren um 1950 spielte die “Südtiroler Landesbühne” auf den Brettern der Kurstadt, später fanden nur noch Gastspiele statt. Am Ende der 60er Jahre vernichtete dann ein Brand jegliche Hoffnung auf erfolgreiche Weiterführung des Stadttheaters. Bis in die 70er Jahre blieb es aus Geldmangel geschlossen und wurde erst im November 1978 als renoviertes Stadttheater Meran wieder eröffnet. Einheimische Gruppen und Darsteller von auswärts geben heute wieder ihre Stücke zum Besten. Im Jahr 2000 wurde das Dach erneuert und die Außenfassade wieder in der originalen hellen Farbe gestrichen.

Das Stadtheater Meran wird gemeinsam von der Kurverwaltung Meran, der Autonomen Provinz Bozen und der Gemeinde Meran geführt.

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