Passeirer Gletschermühlen

Bei Platt im Hinteren Passeiertal gibt es eine eiszeitliche Besonderheit: die Gletschermühlen.

Die Gletschermühlen im Hinteren Passeiertal sind ganz besondere Zeugen der letzten Eiszeit. Die rund 20 urzeitlichen Gletschertöpfe sind unterschiedlich groß, einige davon nur wenige Zentimeter. Die größte Gletschermühle hat einen Durchmesser von 10,5 m und eine Tiefe von 5 - 6 m. Geformt wurden die Naturphänomene in der Würm-Eiszeit, also vor ca. 22.000 - 10.000 Jahren.

Gletschermühlen sind spiralförmige Hohlformen im Eis, entstanden auf Gletscheroberflächen durch abfließendes Schmelzwasser. Mitgeführte Steine werden geschliffen und vertiefen - ebenfalls durch Schleifen - die Einbuchtungen bis in die Felsen. Der Wasserdruck auf die Steine erreicht dabei 200 km/h. Gletschermühlen sind vor allem für den wissenschaftlichen Bereich der Glaziologie interessant. Bei dieser Wissenschaft handelt es sich um das Erforschen von Formen, dem Auftreten und den Eigenschaften von Eis und Schnee. Es geht dabei auch um Permafrost, Gletscher und Schelfeis.

Die Gletschermühlen wurden durch Zufall entdeckt, als Entwässerungs- und Trockenlegungsarbeiten im “Wirts Mous” unterhalb des Dorfes durchgeführt wurden. Heute ist eine Gletschermühle öffentlich zugänglich. Vom Dorf Platt aus führt der Weg Nr. 6 Richtung Breiteben bis zur Kapelle, und dort der Weg Nr. 5 links hinunter zum Ziel. Übrigens: Auch die sanft abgerundeten Felsrücken der Umgebung, z.B. der Hügel auf dem die Kirche von Platt errichtet wurde, wurden durch Gletscher abgeschliffen.

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