Meraner Hoehenweg nord etappe
Meraner Hoehenweg nord etappe

Meraner Höhenweg Vorderkaser - Eisjöchl

Diese eindrucksvolle 8. Etappe des nördlichen Meraner Höhenweges führt über das 2.879 m hohe Eisjöchl.

Vom Vorderkaser, einer idyllischen Alm auf 1700 m ü.d.M., starten wir unsere Tagesetappe in Richtung Talschluss des urig-romantischen Pfossentales auf dem alten Militärweg Nr. 24, der sich mit dem Archäologischen Weg A8 deckt. Vorbei an der Rableid Alm (2.004 m ü.d.M.) geht es über einen breiten Wanderweg zum Eishof (2.081 m ü.d.M.), der nach etwa 2 km erreicht ist. Zu unserer Linken zieht der Schnalskamm mit der Roten Spitze, der Fanatspitze, der Karlesspitze, der Falschungspitze und dem Bankkogel die Blicke auf sich, rechts hingegen reihen sich die hohen Gipfel der Texelgruppe aneinander. Hinter uns sind die Ausläufer der Schneefelder des Similaungletschers (3.599 m ü.d.M.) zu sehen.

Nach dem Eishof wandern wird weiter taleinwärts, die mächtige Hohe Wilde beherrscht die Gipfelkulisse am Talschluss des Pfossentales. Der breite Wanderweg führt durch einen Lärchenbestand, windet sich in nordöstliche Richtung und verwandelt sich dann in einen schmaleren Pfad. Der Weg wird steiler, und wir gewinnen an Höhe. Wir überqueren immer wieder den Pfossentalbach und wandern vorbei an kleinen Wasserfällen, die Sonne blinzelt uns entgegen. Blökende Schafe, meckernde Ziegen, muhende Kühe und das Rauschen des Wassers sind die einzigen Geräusche, die uns auf unserem Marsch durch die Naturidylle begleiten. Bald schon erreichen wir eine Wegkreuzung, wo wir in Richtung Eisjöchl (2.879 m ü.d.M.) wandern: Die Serpentinen, die zum höchsten Punkt dieser Etappe führen, sind schon zu sehen.

Die Hohe Weiße und die Kleine Weiße zu unserer Rechten scheinen zum Greifen nah, ihr Anblick erleichtert den steinigen Aufstieg zum Eisjöchl. Kurz vor Erreichen des höchsten Punktes, an einer Höhle, beginnt ein kurzer, etwas schwierigerer Teil. Hier überwinden wir einige Meter an Blockwerk mit Hand und Fuß. Dann ist es geschafft, und der Blick Richtung Nordost öffnet sich - vor uns die Stettiner Hütte mit blaugrünem Gebirgssee, zu unserer linken die Hohe Wilde (3.481 m ü.d.M.), hinter uns das Pfossental in all seiner urigen Pracht. Nach wenigen Metern bergab erreichen wir schließlich die Schutzhütte auf einer Meereshöhe von 2.875 m, eine Einkehr haben wir uns nach fast 5 Stunden Wanderung wirklich verdient.

Hinweis: Die asphaltierte Straße verläuft bis zum Vorderkaser (gebührenpflichtiger Parkplatz). Beste Jahreszeit ist Frühsommer bis Herbst (falls die Wege noch schneefrei sind, ist dieser Abschnitt aufgrund der golden gefärbten Lärchen und der schneebedeckten Dreitausender besonders in den Herbstmonaten zu empfehlen).

Schwierigkeit: mittel Mehrtagestour-Etappe
  • Ausgangspunkt:
    Vorderkaser
  • Dauer:
    04:30 h
  • Länge der Strecke:
    11,8 km
  • Höhenlage:
    von 1.701 bis 2.893 m ü.d.M.
  • Höhenunterschied:
    +1212 m | -31 m
  • Wegverlauf:
    Vorderkaser - Mitterkaser - Rableid Alm - Eishof - Eisjöchl - Stettiner Hütte
  • Wegweiser:
    Nr. 24 (Meraner Höhenweg)
  • Ziel:
    Stettiner Hütte
  • Einkehrmöglichkeiten:
    Mitterkaser Alm, Rableid Alm, Eishof, Stettiner Hütte
  • Empfohlene Jahreszeit:
    Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Falls du diese Wanderung unternehmen möchtest, empfehlen wir dir, vor Antritt Informationen über die Wetterbedingungen und die Wegbeschaffenheit vor Ort einzuholen.

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