Schloss Vorst

Am rechten Etschufer auf einem kleinen Felsenhügel in Algund-Steinach steht Schloss Vorst (Forst).

Schloss Vorst wurde im 13. Jahrhundert errichtet und erstmals im Jahre 1302 schriftlich erwähnt. Die Herren von Vorst waren Ministerialien in Tirol. Im 14. Jahrhundert gelangte die Anlage in die Hände der Familie von Starkenberg, im 16. Jahrhundert der Familie von Brandis. In jener Zeit wurde Schloss Vorst auch ausgebaut und im 19. Jahrhundert erneuert. Kurios: Der Minnesänger Oswald von Wolkenstein soll im Mittelalter im Schloss von seiner Geliebten gefangen gehalten worden sein.

Zwei Wohntürme mit Zinnen zieren den Bau, der an der Straße zum Reschenpass liegt. Zudem gehören eine Kapelle und ein Wohntrakt dazu, die den Innenhof umrahmen. Um das Schloss rankt sich eine Sage: Zwei Brüder sollen hier gespielt haben, das Spiel verwandelte sich aber in blutigen Ernst und einer der Brüder ließ sein Leben in der Burg. Die zwei Stellen an der Decke, die mit seinem Blut beschmutzt wurden, sind heute noch mit Kreuzen gekennzeichnet. Die beiden Ritter geistern noch manchmal durch die Anlage.

Heute gehört das Schloss der Familie Fuchs, in deren Besitz sich auch die nahe gelegene Bierbrauerei Forst befindet. Schloss Vorst kann nicht besichtigt werden.

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